top of page

Räuchern mit Kräuterbündeln, Stövchen oder Kohle

Räuchern gehört in meinen Augen in die tägliche Praxis eines jeden Menschen. Es riecht toll und wirkt direkt auf Geist, Körper und Seele. Mein Alltag ist immer so vollgepackt, so dass ich gerne zwischendurch räuchere, um mich zu sammeln und zu erden. Der Duft hat auf mich etwas beruhigendes und einhüllendes.

Der Mensch räuchert ja schon seit Jahrtausenden von Jahren. Es ist mit Sicherheit das älteste Ritual des Menschen. Der duftende Rauch stellt eine Verbindung zwischen Himmel und Erde her, daher fand und findet es bis heute meist in zeremoniellen und rituellen Kontexten statt. Und das in ganz Europa, Amerika, Indien, China, Japan. Dabei wurde Weihrauch-Harz und Myrrhe sehr gerne geräuchert. Dies wissen wir in unseren Breitengraden vor allem durch die bis heute stattfindende katholische Kirchenpraxis.


Wurzeln, Hölzer, Nadeln, Rinden, Harze, Blätter, Blüten, Knospen, - man kann nahezu alles räuchern, um sich mit der spirituellen Dimension zu verbinden oder für tiefe Entspannung zu sorgen.


Beim Räuchern wird die ätherische Essenz der Pflanze durch Feuer gelöst (bei Tee bspw. durch Wasser). Natürlich gehts nicht um ein Abbrennen der Pflanze, sondern um ein Verglimmen, so dass sich der Duft auch entfalten kann. Ich habe gerade meinen Weissen Salbei geräuchert und mein Schlafzimmer, in dem ich gerade sitze, hüllt sich in den weichen Duft des Salbeis ein. Das funktioniert eigentlich genauso wie bei den ätherischen Ölen. Die Duftmoleküle gelangen über das limbische System, unsere Schaltzentrale im Hirn, u.a. zuständig für Emotionen und Atemfrequenz, in unser System und helfen uns vor allem bei unseren emotionalen Verarbeitungsprozessen, beim Lösen von Blockaden oder unserem Stimmungsmanagement.


Räuchern wird daher für viele Zwecke genutzt: zur Reinigung und Desinfektion, zur Heilung und Unterstützung, auf ritueller und spiritueller Ebene, als Schutz vom Außen oder zum Konservieren von Lebensmitteln. Das letztgenannte ist das gängigste, was der moderne Mensch so kennt. Der geräucherte Schinken.


Ich persönlich räuchere gerne immer dann, wenn ich die Lust dazu habe, aber vor allem auch immer dann, wenn zu Hause "dicke Luft" herrscht. Wenn der Tag am Schreibtisch zu lange war, wenn die Stimmung auf dem Tiefpunkt ist oder wenn ich etwas Neues anfangen möchte und alte Energien verscheuchen will. Dann gehe ich mit dem glimmenden Salbei durchs Haus oder den Raum, in dem ich nun lange saß, und räuchere einmal alles gründlich aus. Danach öffne ich die Fenster, damit frische Luft und Energie eintreten darf. Und danach gehts mir persönlich tatsächlich immer besser. Mit einem ätherischen Öl, was ich meiner aktuellen Stimmungslage dann auswähle, begebe ich mich dann wieder frisch und "gereinigt" in den Raum oder an den Platz. Ich liebe es. Und ich hatte dazu schon immer einen Hang. Vielleicht auch typisch Fische-Sternzeichen. Ich finde das Feinstoffliche faszinierend. Das habe ich in meinem Beitrag zum Thema "Bin ich spirituell" letztens erst zu Papier gebracht.


Was braucht ihr also nun zum Räuchern? Entweder ein Kräuterbündel, ein Räuchern-Stövchen oder Räucher-Kohle mit einem feuerfesten Gefäß. Hier die drei Dinge mal im Überblick:


Räuchern mit Kräuterbündel: Ihr zündet das Bündel an und pustet es dann sofort wieder aus, so dass das Kraut vorsichtig verglimmt. Ich halte das Bündel dann über ein Gefäß mit Räuchersand (kann man zum Löschen/Ausmachen der Glut nutzen) und führe beides durch den Raum oder stelle es einfach neben mich auf den Tisch.








Räuchern auf Kohle (mit Rauch-entwicklung): dies ist eine der ursprüng-lichsten Methoden, die sich zum Ausräuchern der Wohnung am besten eignet. Oder auch zum Räuchern in der Natur. Dafür brauchst du eine feuerfeste Schale, Sand, Kohle, eine Zange und das Räucherwerk (das Pflanzenmaterial). Das Pflanzenmaterial kommt auf die glühende Kohle und entwickelt einen ausgeprägten Rauch. Mir ist das für den täglichen Gebrauch zu heftig und für mich fühlt sich das auch nicht mehr gut an.




Räuchern mit einem Räucher-Stövchen: Das kann man sich wie eine traditionelle Duftlampe mit einem Teelicht vorstellen, nur dass in der Öffnung oben kein ätherisches Öl im Wasser schwimmt, sondern ein Sieb das Räucherwerk hält. Es ist die behutsamste Art des Räuchern und auch die schnellste. Die Rauchentwicklung lässt sich sehr gut steuern, bis hin zu einem Raumduft ohne Rauch. Das finde ich persönlich genial. Denn mir ist der gesundheitliche Aspekt des Räucherns wichtig. Es ist in meinen Augen ein bisschen der Aromatherapie angelehnt.



Wenn ihr noch keine Berührungspunkte mit dem Räuchern hattet, fangt einfach sanft einmal an. Am besten mit einem Stövchen, da kann man wirklich nichts falsch machen.


Es gibt zum Räuchern ganz tolle Literatur. Natürlich ist einiges davon sehr esoterisch. Da muss man immer ein bisschen suchen, bis man das Passende für sich gefunden hat. Zum Thema Räuchern und Heilsteine mag ich das Buch von Kiera Fogg, "Räucherrituale. Heilen - Segnen - Inspirieren" sehr gerne. Und als Einführung in die Welt des Räucherns sind die Bücher von Adolfine Nitschke ganz toll. Ich mag auch Christine Fuchs'ens "7 Minuten Räuchergenuss. Atempausen für jeden Tag" oder "Eintauchen in die sinnliche Welt des Räucherns". Lasst euch von ihnen gerne inspirieren für Weiterführendes zu diesem tollen Thema.


Wann kann man was gut räuchern? Naja, eigentlich alles und alles zu jeder Zeit. Wenn ihr euch ein bisschen an den Jahreszeiten orientieren wollt, so habe ich hier ein paar Tipps für euch:

Gerade jetzt im März eignen sich zum Start des Frühlings viele Kräuter, die reinigende Eigenschaften haben, wie Salbei, Thymian, Lavendel, Ysop, Angelikawurzel, Beifuß, Eschensamen, Wacholder oder Gundermann. Im Frühling eignen sich Lavendel, Rosenblüten, Rosmarin, Iris, Kornblume, Weihrauch für Frische und Harmonie. Richtung Sommersonnenwende sind Weißdorn, Frauenmantel, Eisenkraut, Kamille, Klatschmohn, Myrte, Ringelblume schöne Räucherpflanzen für den Übergang. Im November können wir uns langsam auf das Jahr Rückbesinnen und dies mit Angelikawurzel, Mistel, Fichtenharz, Beifuß oder Salbei unterstützen.


Ich wünsche euch auf jeden Fall nun ganz viel Freude beim Räuchern und Ausprobieren!! Und wenn ihr noch Fragen habt, meldet euch gerne bei mir!


Happy evening!

Conny



Comments


DSC03669.jpg

Hi, danke fürs Vorbeischauen!

Du findest hier viel Info rund um das Thema ätherische Öle, Ernährung, Bewegung und Meditation sowie Interior, Mode und Kunst. Alles, was ich liebe und womit ich mich gerne umgebe. Vielleicht gibts auch mal was zu meiner Familie. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen. Ich hoffe, ich kann dich inspirieren dein Leben in allen Bereichen gesünder zu gestalten.

Keine Beiträge verpassen - jetzt abonnieren!

Danke für deine Nachricht! Den nächsten Blog-Beitrag erhälst du automatisch!

  • Instagram
  • Facebook
bottom of page