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Die Wirkung von Kaffee auf mich und mein sanfter Entzug

Es war kurz vorm Jahreswechsel von 2012 auf 2013, als ich mit dem Kaffeetrinken aufgehört habe. Aus einem total banalen Grund. Ich hatte nämlich eigentlich garnicht vor, damit aufzuhören.

Wir waren damals im Winterurlaub in Garmisch-Partenkirchen und hatten sogar unsere Maschine mitgenommen. Aber in der Ferienwohnung gab es keine schönen großen Tassen, sondern nur fiese, hässliche, kleine Tassen, auf die ich keine Lust hatte. Bei mir isst und trinkt das Auge halt mit. Und es geht ja auch ums Wohlfühlen. Naja, also im Supermarkt habe ich mir dann recht spontan Schwarzen und Grünen Tee zugelegt und bin seitdem - was soll ich sagen? - beim Grünen Tee "hängen geblieben". Ich habe ihn richtig lieben gelernt und für mich ist der Morgen ohne meinen Grünen Tee kein ordentlicher Morgen. Ich vermisse ihn richtig, wenn die Packung mal leer sein sollte. Ehrlich gesagt ist es kaum auszuhalten. Dann schwenke ich morgens auf Matcha um, dazu aber ein anderes mal.


Noch im Urlaub bemerkte ich unter der Dusche ein seltsames Gefühl auf der Kopfhaut. Ich merkte die Wassertropfen wie leichte Stiche. Als wir ein paar Tage später zu Hause waren, verstärkte sich das Gefühl und es waren dann schon richtige Stiche. Für einen kurzen Moment dachte ich schon an was Schlimmes. Nach zwei, drei Tagen, als es immer noch nicht besser war, sprach ich mit meiner damaligen Kollegin darüber, die dann wie ganz selbstverständlich sagte: "Du entgiftest!" Es traf mich wie der Schlag. Wahnsinn, was für Auswirkungen die tägliche Tasse Kaffee auf den Körper haben konnte. Ich begann - typisch Ich - zu recherchieren. Und siehe da, es war genau das: ich erlebte einen Kaffee-Entzug.


Eigentlich habe ich noch nie gut Kaffee vertragen. Damals trank ich immer Latte Macchiato, mit Kuhmilch. Direkt nachdem ich die große Tasse ausgetrunken habe, sprach mein Darm mit mir. Ein Geglucker sondergleichen. Wohl fühlte ich mich damit nicht. Im Büro angekommen habe ich mir dann einen Milchkaffee gezogen. Wenig später bekam ich immer Herzrasen, hatte feuchte Achseln (obwohl ich ja saß!) und war nervös. Außerdem nach einer Stunde einen schlechten Atem. Nach dem Mittagessen dann aus dem Büro-Gesellschaftszwang heraus die nächste Tasse. Danach musste ich schon "Schluss" machen. Ja, ich war dann für den Moment wacher, aber das Tief folgte.


Als ich recherchierte stolperte ich über die Tatsache, dass das Koffein sehr schnell über den Magen ins Blut gelangt, für den schnellen Energiekick sorgt, aber dieses Hoch im Körper nicht lange gehalten werden kann. Beim Tee hingegen schafft es das Teein (eigentlich das Gleiche wie Koffein) über den Darm ins Blut, was länger dauert, aber dafür auch langanhaltender ist. Bingo. Und außerdem enthält Grüner Tee noch Hunderte von sekundären Pflanzenstoffen, darunter Polyphenole. Diese wirken antioxidativ, entzündungshemmend und regulierend auf den Blutdruck. Interessanterweise sind Polyphenole in den Randschichten von Obst und Gemüse vorhanden, u.a. als Schutz vor Fraßfeinden. Ähnlich verhält es sich mit den ätherischen Ölen auch. Diese sind Vielstoffgemische, bestehend aus Terpenen und ihrer Derivate sowie aus aromatischen Verbindungen, die eine Reihe von Pflanzen produzieren, um sich ebenfalls gegen Fraßfeinde, aber auch gegen Bakterien oder Viren oder Pilze zu schützen.


Ich habe also angefangen den Kaffee in der gleichen Weise gegen den Tee zu ersetzen. Dies hatte ich nämlich sobald ich nach dem Urlaub wieder im Büro war, nicht getan. Ich habe einfach nur Kräutertee getrunken. Ich wusste es bis dato ja nicht. Der Konsum des Grünen Tees konnte mir dann Linderung verschaffen und mir den Übergang zu einem Kaffee-freien Dasein einfacher gestalten. Seitdem bin ich dem Grünen Tee treu ergeben. Ich schätze ihn sogar sehr und mag alle Arten von Darjeeling, Sencha, Matcha, Genmaicha über Bancha, Gunpowder oder aromatisiert mit Jasmin.

Seitdem ich auf Grünen Tee umgestiegen bin, habe ich die unliebsamen side effects, die ich während meines Kaffee-Konsums noch hatte, nicht mehr. Mein Blutdruck ändert sich nicht und ich sitze nicht mehr im Schweiße meines Angesichts auf dem Stuhl. Und auch nach fast 10 Jahren vermisse ich den Kaffee nicht. Viel lieber würde ich gerne mal einer traditionellen japanischen Teezeremonie beiwohnen. Und ich habe auch eine neue Leidenschaft entwickelt: das japanische Teetassen sammeln!


In diesem Sinne - sayonara.




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Hi, danke fürs Vorbeischauen!

Du findest hier viel Info rund um das Thema ätherische Öle, Ernährung, Bewegung und Meditation sowie Interior, Mode und Kunst. Alles, was ich liebe und womit ich mich gerne umgebe. Vielleicht gibts auch mal was zu meiner Familie. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen. Ich hoffe, ich kann dich inspirieren dein Leben in allen Bereichen gesünder zu gestalten.

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